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Lieferantenidentifikation zur kollaborativen Leistungserstellung im Wertschöpfungsnetz |
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Basierend auf sich schnell ändernden Märkten und zunehmenden Kostendruck, reduzieren Unternehmen ihre Fertigungstiefe und konzentrieren sich auf das Kerngeschäft. Die Tendenz führt zu einer zunehmenden Abhängigkeit zwischen den Leistungsanbietern, deren Lieferanten und den Kunden (End-to-End). Es haben sich Unternehmensnetzwerke gebildet. Die zunehmende Auftragsindividualisierung erfordert flexible, dynamische Netzwerke. Die Identifikation bestehender und potentieller Partner zur kollaborativen Leistungserstellung im Konzept der selbstmodellierten Wertschöpfungsnetze ist erforderlich.
Verschiedene Facetten der Veränderung der traditionellen Wertschöpfungskette und der einhergehenden technologischen Anforderungen thematisieren das Forschungsinteresse.
In den verwandten Forschunsgfeldern ERP, Collaborative Business / Cooperation Systems wird die Modellbildung zur Identifikation von Lieferanten entwickelt.
Ansprechpartner: Stefan Bensch
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Strategische Liefernetze für hybride Leistungsbündel |
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Für Unternehmen wird es im Zuge der weiterschreitenden Globalisierung immer schwieriger, sich über einzelne Produkte oder spezielle Dienstleistungen gegenüber ihren Wettbewerbern zu differenzieren. Preise, Leistungen und Produkteigenschaften sind für alle Marktteilnehmer zunehmend transparent und vergleichbar. Was als Vorteil für Verbraucher gesehen werden kann, gestaltet sich als Hürde für Unternehmen, Marktanteile zu gewinnen und Wachstum zu erzielen. Daher wird intensiv nach Lösungen gesucht, die einem Unternehmen Differenzierungspotenzial bietet und somit die Möglichkeit auf langfristige, werthaltige Kundenbeziehungen.
Als eine Lösung werden hierbei hybride Leistungsbündel gesehen. Ein hybrides Leistungsbündel ist ein aus verschiedenen Komponenten zusammengesetztes Produkt, welches als Einheit gesehen wird. Diese einzelnen Komponenten sind dabei Sachleistungen, Dienstleistungen sowie weitere zum Produkt dazugehörige Bestandteile wie beispielsweise Garantien oder Produktleistungen. Beispiele für solche Produkte sind unter anderem Maschinen, die mit entsprechenden Wartungsleistungen gebündelt werden oder auch der Betrieb einer IT-Infrastruktur durch einen Dienstleister mit entsprechenden Service-Vereinbarungen.
Obwohl hybride Leistungsbündel seit einiger Zeit meist unter einer Bezeichnung wie "produktbegleitende Dienstleistungen" am Markt beobachtet werden können, ist der Forschungsstand zu diesem Bereich noch eher am Anfang. Im Rahmen der hier vorgestellten Forschungstätigkeiten werden hybride Leistungsbündel im Kontext von strategischen Liefernetzen betrachtet. Die zentrale Frage ist, wie strategische Liefernetze modelliert werden können, um den komplexen Anforderungen von hybriden Leistungsbündeln gegenüber Sachgütern oder isolierten Dienstleistungen zu genügen. Teilfragestellungen betreffen dabei die Modellierung hybrider Leistungsbündel, die Gestaltung entsprechender Netzwerkstrukturen sowie Optimierungs- und Risikofragestellungen.
Ansprechpartner: Holger Schrödl
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Bewertung der Erfolgspotenziale von Internet-basierten Geschäftsmodellen |
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Das Internet hat in den vergangenen Jahren die Wertschöpfungsprozesse in vielen Branchen nachhaltig verändern und eine Reihe von neuen Geschäftsmodellen hervorgebracht. Auch zehn Jahre nach Beginn der kommerziellen Nutzung des Internet sind Geschäftsmodelle weiter im Wandel, bestehende Geschäftsmodelle, selbst die von reinen Internetfirmen, geraten unter zunehmenden Anpassungsdruck. Parallel entstehen immer neue Geschäftsmodelle, wie die jüngste Welle des sog. Web 2.0 zeigte.
Grundlage für Internet basierte Geschäftsmodelle sind neue Wertschöpfungsmöglichkeiten, die das Internet bietet. Diese lassen sich in den sog. Electronic Added Values (EAV) strukturieren und stellen die Bewertungsgrundlage für die Wertschöpfungsleistung dar.
Im Rahmen der Forschungsarbeit wird ein Modell zur Bewertung von Geschäftsmodellen entwickelt. Der Geschäftsmodellansatz wird hierzu in seine Kernbestandteile unterteilt, diese werden dann nach ihren Erfolgspotenzialen untersucht. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt hierbei auf der Wertschöpfungsstufe der Intermediation. Geschäftsmodelle dieser Stufe werden empirisch am Beispiel der Internet-Touristik Industrie untersucht und bewertet.
Ansprechpartner: Jan Oetjen
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Interorganisationales Wissensmanagement |
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Wertschöpfungsprozesse finden zunehmend im Kontext von Netzwerken statt. Während anfangs vor allem wenig komplexe Prozesse an spezialisierte Partner ausgelagert wurden, erweitert sich dieser Trend auf wesentliche wertschöpfende Aktivitäten. Motivation für die beteiligten Unternehmen ist in diesen Fällen nicht das alleinige Erzielen von Effizienzvorteilen, sondern das Bestreben, externes Wissen, welches nicht im einzelnen Unternehmen vorhanden ist, für den Wertschöpfungsprozess verwertbar zu machen.
Organisationen können demnach als offene Systeme betrachtet werden, die nicht nur Produktionsfaktoren kombinieren, sondern in einer dynamisch-organischen Beziehung mit anderen wissensproduzierenden Einheiten stehen. Für die Funktion des Wissensmanagements entstehen in diesem Netzwerkkontext neue Herausforderungen, die elementare Wissensmanagementprozesse betreffen und für erheblichen Koordinationsbedarf zwischen den beteiligten Organisationen sorgen. Dies betrifft sowohl die konzeptionelle Ausrichtung von Wissensmanagement, als auch die operative und informationstechnisch gestützte Umsetzung.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, bestehende Lücken im Bereich des interorganisationalen Wissensmanagements zu schließen und dessen wesentliche Bestimmungs- und Gestaltungsfaktoren zu erarbeiten. Darüber hinaus soll ein theoretisch und empirisch fundierter Bezugsrahmen für dessen Gestaltung und informationstechnische Umsetzung entwickelt werden.
Ansprechpartner: Volker Derballa
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